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Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Muscheln

Montag, 19.07.2021, ab 17:30, Studio2//ORF

Thema diesmal: Was die Natur so alles kannMuscheln, Schnecken, Mineralien & Co.

Was die Natur so alles kann – ein Potpourri an schönen Naturerzeugnissen hatte ich im Studio2 mit – Muscheln, Schnecken, Mineralien und Außerirdisches…

Reiselust & Mitbringslzeit: Das liebste Hobby der Urlauber in den Bergen oder am Meer ist das Sammeln von Mineralien/Edelsteinen oder  Muscheln- dass diese nicht nur als Souvenirs und Erinnerungen zählen, wollte ich mit meinem Mitgebrachten zeigen.

Leider zerstören wir Menschen rücksichtslos unsere Naturschönheiten und somit kurz der Aufruf:  bitte die Naturschätze an Ort und Stelle lassen und lieber eine Vintage Muschel auf dem Flohmarkt oder Secondhand ergattern.

Tritonshorn, das Instrument aus einem Schneckengehäuse habe ich als erstes gezeigt – Einen Moment mal! Schnecke, fragt ihr euch? Ja Schnecke, denn eine Muschel besteht immer aus zwei Teilen – das Meeresrauschen (kurzer Stopp hier: wir hören darin nämlich weder das Meer noch unser eigenes Blut rauschen, sondern vielmehr leiseste Umgebungsgeräusche, die das Schneckengehäuse lediglich verstärkt, während es andere, lautere, abschirmt) hören wir in einer Schnecke und keiner Muschel. Dieses Instrument wurde nach Triton, dem Sohn Poseidons (dem Frauenverführer) benannt. 

Als Musikinstrument ist dies heute noch in Südkorea im Einsatz, wenn die royale Wachablöse stattfindet. 

In der K&K Monarchie in Böhmen wurde das Tritonshorn geblasen, um Gewitter zu vertreiben – in Italien wurden mit diesem Instrument die Toten begleitet.

Der Wert dieser Art von Schneckengehäuse (bei schon gefundenen, hier wieder die Anmerkung: diese Schnecken stehen unter Naturschutz, bitte nur im Vintage Bereich „auf Jagd gehen“!) liegt bei zwischen 70 bis 100 Euro.

In der mitgebrachten Sammlungsbox fanden sich auch versteinerte Schnecken durchgeschnitten, poliert, von vor circa 2000 – 3000 Jahren – eben dies sollte museal bleiben und somit auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. 

Muscheln oder Schneckenhäuser sind heute noch Zahlungsmittel in Papua-Neuguinea bei manchen Völkern und auch im alten Rom war diese Zahlungsmodalität gang und gebe.

Muscheln können einiges wert sein, gerade wenn sie prähistorisch sind – bei Steinen ist die Vielfalt groß, ebenso die Sammelgemeinschaft.

Beide Sammelthemen machen Lust auf mehr und es muss kein teurer Urlaub sein, eine Reise ins Naturhistorische Museum zahlt sich ebenfalls als Augenschmaus aus.

Aus der Familie Stein kommend, muss man dem Namen alle Ehre machen – die Stein (und Mineralien) Sammlung meines Großvaters war auch mit in der Sendung – wunderbar liebevoll mit Etiketten versehen, sogar Asbest kam vor (das Etikett existiert noch aber dieses gesundheitsgefährdende Silikat-Mineral wollte ich nicht an die nächste Generation weitergeben).

Neben Muscheln und besonderen irdischen Steinen brachte ich auch einen Stein aus dem Weltall mit, da ja gerade auch begonnen wird diesen für den Tourismus zu erschließen. 

Jeff Bezos, Richard Branson und Elon Musk liefern gerade sich ein Wettrennen darum wer von ihnen Schwerreiche so schnell wie möglich in den Weltall befördern wird – ein umstrittenes Unterfangen, wenn man die Krisen (Coronakrise, Klimakrise, um nur die beiden medial präsentesten hervorzuheben) bedenkt, die sich auf der Erde abspielen und wo jede Form von finanzieller Unterstützung zur Abwendung dieser oder zumindest zum Abfedern der Konsequenzen dieser wichtig wäre.

Aber zurück zum Außerweltlichen  – Metalle aus dem Weltall sind auch magnetisch, aber nicht jene vom Mond und Mars und dieser Stein ist nicht magnetisch, was es wiederum so spannend macht, da es einen unglaublichen Seltenheitswert besitzt.

Das berühmte “Meeresrauschen” aus der “Muschel”, zu dem ich Birgit Fenderl noch verlocken konnte, war der krönende Abschluss für meinen Beitrag über Mineralien & Co. im Studio2. 

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: La Bella Donna

Montag, 12.07.2021, ab 17:30, Studio2//ORF

Thema diesmal: Damenportraits aus Keramik

Das Bild der Frau von 1930-1960 in Form von Damenportraits aus Keramik.

Ursprünglich stand die Maske für rituelle Handlungen – Totenmaske, Schutzmaske, Theater und Brauchtum,

aber natürlich auch in der Architektur – Fassadenschmuck, Wasserspeier, Türklopfer.

Die Frau als Portrait kam gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf, vor allem in Frankreich, um das schöne Beiwerk zum Manne zu zelebrieren.

Auch in Österreich begann man im Jugendstil weibliche Gesichter keramisch darzustellen.

Mit dem Film waren dann auch die ersten Heldinnen geboren -dargestellt wurde Marlene Dietrich, Mata Hari, Hedy Lamarr oder exotisch Josephine Baker, später auch Waltraud Haas.

Mitbringen werde ich Keramikmasken der verschiedenen österreichischen Manufakturen – wie Goldscheider, Keramos, Goebel Bieber und viele andere.

Oft waren Damenportraits zur Dekoration degradiert, wie in der Auslage beim Friseur oder um Haushaltsartikel zu verkaufen.

Heute ist dies zumindest in unseren Breitengraden zum Glück undenkbar geworden.

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Kitsch

Montag, 28.06.2021, ab 17:30, 

Studio2//ORF

Thema diesmal: Kitsch as Kitsch can!

Es wäre wohl allzu kitschig gewesen wenn Österreich am vergangenen Samstag (26.6.2021) gegen Italien gewonnen hätte…

Der Begriff Kitsch zählt bei den Briten als unübersetzbar und zu den zehn schwierigsten Worten der deutschen Sprache. Die nachstehende Definition erklärt:

Kitsch /Kítsch/

Substantiv, maskulin [der]

  1. Kunstprodukt (besonders Gegenstand aus dem Bereich des Kunstgewerbes, Musikstück, Film o. Ä.), das in Inhalt und Form als geschmacklos und meist als sentimental empfunden wird
    „literarischer, sentimentaler, religiöser Kitsch“

Ende des 19. Jahrhunderts im Münchener Kunsthandel entstanden, um Billigmalerei von echter Kunst zu unterscheiden. Die Impressionisten in Paris, beispielsweise, wurden von den Symbolisten als oberflächlich, zu sehr dem Äußeren verhaftet und verdächtig nah am Kitsch bezeichnet. Jeff Koons hat es mit seinem “Balloon Dog” auf die preisliche Spitze des Kunstmarktes getrieben. Dieser hat bei einer Christie’s Auktion in NYC in 2013 über 58 Millionen US Dollar erzielt. Damals “the most expensive piece of art by a living artist sold at auction”. Mittlerweile hat eine andere Koons Skulptur einen noch viel absurderen Preis bei einer Auktion erlangt. 

Heute gilt es in allen Lebenslagen Kitsch zu verbreiten, sei es in der Musik, in der Architektur, in der Touristik, Mode oder im Kinderzimmer. Die Materialien und billigen Produktionswege tun ihr übriges.

Auch ein goldener Eiffelturm, in Plastik und mit Spielwerk, verzückt.

Ich habe diesmal einiges an Kitschigem mitgebracht, wobei auch religiöser Kitsch nicht fehlen durfte.

Das wertvollste Stück war ein Fauteuil von Alessandro Mendini „Proust“, der bei einem Wert von 5000 – 7000 Euro liegt, der Holzrahmen ist handbemalt. 

Viele (vielleicht reiche aber trotzdem) einsame Menschen sammeln Kitsch, wie z.B. Liberace und seinen Goldklunkern oder Michael Jackson und seine Plüschtiere. Solche Kitschobjekte wecken Emotionen, der  Wert entsteht durch das emotionale Aufgeladenheit, diese kreiert den ideellen Wert.

Der Wackeldackel war lange Zeit auf den hinteren Ablagen am Heck vieler Autos zu finden. “Relax” hat er erbosten Fahrer*innen kommuniziert. Kitsch par excellence.

Thomas Stimm, Künstler Jahrgang 1940, kitschig anmutende Edition steht sogar bei einem Wert von bis zu 4000 Euro.

Selbst Hagenauer (da gab es einen Blogeintrag von mir) hat sich auch an einem kitschigen Objekt versucht. 

Die Welt braucht Kitsch – der Al Pacino Gehstock (auch hierfür gibt es in Kürze einen Blogeintrag) aus „The Godfather/Der Pate“ war der krönende Abschluss!

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Servierwagen

Montag, 21.06.2021, ab 17:30, 

Studio2//ORF

Thema diesmal: Der Butler auf Rollen

Wer wird nicht auch mal gerne bedient, sei es im Urlaub oder Frühstück ans Bett –

auf dem Servierwagen haben alle diese Wünsche und noch viel mehr Platz.

Ursprünglich vermutlich aus feinem Haus – England. Damit der Diener/die Dienerin nicht so oft einzelnes servieren musste, sondern gleich alles auf einmal und man die Unterhaltung in Ruhe fortsetzen konnte.

Nahezu jeder Architekt und Designer hat sich auch mit einem Servierwagen beschäftigt, bis in die Gegenwart.

Mitgebracht habe ich einen Barwagen aus den Wirtschaftswunderjahren, Alvar Aaltos Ikone darf nicht fehlen und natürlich neben anderen auch der legendäre Dinett – simply: „mylord, es ist angerichtet“!

Aber Schritt für Schritt – der älteste war von 1925, an den Speichenrädern zu erkennen, Messing vernickelt da verchromen galvanisch nicht möglich war und er hat sogar noch die Original Trays. Ein gut erhaltenes aber auch gut restauriertes, gut lenkbares, seltenes Modell – im Wert bei 5000 – 6000 Euro liegend.

Der zweitälteste ist Alvar Aaltos Ikone, wie vorher erwähnt, aus Birkenholz. Der Designer zeichnete sich auch für den Flughafen Helsinki verantwortlich. Wird heute auch immer noch erzeugt. Das legendäre Modell hat unten auch einen Korb und liegt bei der Wertigkeit um 8000 – 9000 Euro. Eindeutig das teuerste Modell, das ich mitgebracht hatte.

Danach folgte ein Servierwagen, der eine einfache Funktionalität hat. Da kann man an einem Knopf ziehen und er verwandelt sich in einen Tisch. In Eiche eingefasstes Bakelit, während des zweiten Weltkriegs so entwickelt, so das man dieses Produkt industriell erzeugen konnte – die alten Telefone waren ja auch aus Bakelit. In der DDR gab es die Stoßstange aus Bakelit. Aus den 1940er Jahren aus Ostdeutschland kommend, noch vor DDR Zeiten. 

Das nächste Modell war aus den 1950er Jahren. Ein richtiges Wirtschaftswunderstück, wie eine kleine Schubkarre, auf denen die edleren Getränke serviert wurden. Gepolstert und von der Materialität aus Eisen und das Gestänge aus Messing, Griffe aus Bambus. 

Das vorletzte Stück hat Norbert so gut gefallen, weil er asymetrisch war, im Pop Art Stil farblich, aus eloxiertem Aluminium, was in der Verarbeitung schwierig ist, weil man einen hohen Hitzegrad für die Herstellung braucht.

Das letzte Modell – das meistverkaufteste Stück, der legendäre Dinett von Fritz Bremshey – aufklappbar, vielfach kopiert. Bremshey war auch Erfinder des Knirpses, diesen hat er sich patentieren lassen und somit andere spielerisch anmutend aber praktisch ausgerichtete Sachen, wie den Dinett erfinden/entwickeln können.

Meine “Servierwadeln” wurde von Norbert als krönender Abschluss hervorgehoben – ach ja und wie ihr wisst hat Österreich gegen die Ukraine mit 1:0 gewonnen, was für ein historischer Tag! Das Achtelfinale kann kommen! Nicht nur Möbel und Objekte sondern auch ein Match mit Geschichte. 

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Fußball

Montag, 14.06.2021, ab 17:30, 

Studio2//ORF

Thema diesmal: Die Geschichte des Fußballs, anlässlich der Europameisterschaft 2020, ausgetragen 2021

Ich hatte ein Schieri Vergangenheit, von der wissen wenige, stand am Platz aber hauptsächlich für Kinder, denn diese verdienen die meiste Fairness. Quasi in die Fußstapfen meines Großvaters bin ich getreten, der selbst Schieri war in den 1930er Jahren. Meine Motivation war aber nicht Traditionsbewusstsein, sondern das Streben nach Gerechtigkeit im Mannschaftssport, das ich in meiner Kindheit ein wenig vermisst habe.  Um den Hals hatte ich ein echtes Schieri Pfeiferl, ein Objekt mit Geschichte –  denn die echten kamen immer aus England. 

Kaum zu glauben aber die Erfinder des Hinterherjagens einer Kugel waren die Chinesen schon im 3 Jhdt. v. Chr. Ein Profibetrieb fand dort auch schon 600 n. Chr. statt und war Nationalsport. Es gibt wunderbare in Stein gemeißelte Abbildungen. In der Türkei frönte man auch schon ab dem 11. Jhdt. unserer Zeitrechnung den Kampf mit dem Ball und gegen die anderen.

Der moderne Fußball, wie wir ihn kennen, wurde dann Mitte des 19 Jhdt. in England gegründet mit der ersten Mannschaft – dem FC Sheffield.

In Österreich war es dann 1894 soweit. Vienna First Football Club

Damals sind die Kinder schon nachgelaufen um einen verschossenen Ball oder ein Leiberl zu ergattern. Danach kam dann irgendwann das professionelle Merchandising. 

Immer schon waren Fanartikel, Wimpeln, Pokale, Schals in den Mannschaftsfarben, Teil auch einer Sammelkultur. 

Das größte Museum dazu steht in Barcelona, das Camp Nou Stadion und zählt zu den meistbesuchten Museen Spaniens.

Ich bringe diesmal mit: ein Panini Album von „unserer“ WM 1978 mit allen Helden, wie Schneckerl Prohaska der heute Fußball-Analytiker für den ORF ist; Fotos; ein Autogramm unseres derzeitigen Kapitäns Julian Baumgartlinger. Ach das berühmte 1978er Jahr, nach 20-jähriger Abstinenz war Österreich endlich wieder bei einer WM dabei und Schoko Schachner der damals das erste Tor gegen Spanien geschossen hatte, Krankl mit seinen zwei Toren gegen Deutschland (danach ging er als Legende nach Barcelona). Peter Filzmaier erinnert an das 5:1 (wo Österreich gegen Holland verloren hatte, was für ein Trauma!) das in kollektive Vergessenheit geraten ist. Und ich erinnerte ihn daran, dass damals Ernst Happel der Trainer der Holländer (Spitzname: Der Weltmeister) war und somit könnte man es als österreichischen Teilerfolg werten. 

Zurück kurz zu den Panini Karten – in einem eingeschweißten Sackerl und perfekt gepickt, sind wir sicher bei einem Wert von 2000 Euro. 

1998 gab es dann schon Glitzerkarten, die echte Wertanlagen sind.

Und ein Abschiedsgeschenk, ein Zigarettenspender in Form eines Fußballs von Udo Proksch an die österreichische Nationalmannschaft, der Nationalelf 1978, überreicht als Gag dem kettenrauchenden Helmut Senekowitsch, signiert mit “Udo wünscht alles Gute zur WM 78 – euer Serge Kirchhofer (das war das Pseudonym)”. Der Sinowatz, damals Unterrichtsminister waren im Demel auch dabei. 

Mein Sohn Emil hat einen signierten Fanartikel, Original Leiberl WM 2014, bekommen von Bastian Schweinsteiger, – natürlich auch viel wert – obwohl er eigentlich gerne eines von Buffon gehabt hätte.

Aber wie beginne ich mit dem Sammeln – am Besten mit Autogrammkarten, die sind leistbar. Ein unterschriebenes Maradona Leiberl wäre jedoch sicher im vierstelligen Eurobereich. 

Und gestern im Match Österreich gegen Nord Mazedonien wurde ein Zeichen der Solidarität gezeigt – die österreichische Nationalmannschaft ehrte den dänischen Spieler Christian Eriksen nach seinem Zusammenbruch (Herzstillstand), indem sie unter dem Trikot seinen Namen auf ihren Oberkörpern hatten und zwischendurch immer wieder die Trikots hochgezogen. So soll Sport sein – menschlich!

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: Reisesouvenirs

Montag, 31.05.2021, ab 17:30, 

Studio2//ORF

Thema diesmal: (Il)legale Reisesouvenirs

Nun geht das Reisen wieder los und wir werden wieder unzählige Souvenirs aus diversen Ländern mitbringen.Klassiker wie „I LOVE NY“ oder ein Stück Berliner Mauer finden sich in vielen Haushalten. Es müssen aber nicht immer Eiffelturm, Riesenrad in Schneekugel oder Mozartkugeln sein, sondern Dinge, welche die Erinnerung auch an den Nervenkitzel des Entwenden oder an den Grenzübertritt wachhalten. Natürlich ist es ein kontroverses Thema – vor allem wenn es um Koralle oder Elfenbein geht. Heute ein absolutes NO GO, früher begehrte Sammlerobjekte aus jenen Materialien. Moralisch nicht mehr vertretbar, da wir diese Naturschönheiten und Tiervielfalt für die nachkommenden Generationen erhalten müssen und wollen.

Das Korallenobjekt, aus einem gesamten Korallenarm geschaffen, nicht zusammenstückelt aus verschiedenen Teilen, hat sicher eine Versicherungswert von 2000-3000 Euro, wie auch beim Elfenbeinstück – gehandelt werden sollte allerdings nicht mehr mit diesen Materialien. Das Natur- und Tierwohl gilt es zu schützen.

Souvenir kommt aus dem Französischen und heißt “erinnern”, steht also für ein Erinnerungsobjekt um sich an besondere Reisen, Momente visuell erinnern zu lassen.

Der ägyptische Obelisk von Luxor wurde im 13. Jahrhundert v. Chr. zur Zeit Ramses II. gefertigt und stand bis 1831 im Tempel von Luxor. Seit 1836 steht er auf dem Place de la Concorde in Paris.

Es gab natürlich den edukativen Aspekt als Hauptbeweggrund solche Dinge in die Heimat mitzunehmen, gerade auch Aufgabe von Museen wie dem Volkskundemuseum, um zu zeigen was es auf der Welt alles so gibt. 

Ich hatte diesmal Fliesen aus einem Palast in Medina, aus dem 19. Jahrhundert, ein Mosaikteil einer Moschee aus Rabat, aus dem 14. Jahrhundert, aber auch Hotelschlüsselanhänger aus der ganzen Welt mitgebracht (Z.B. aus dem Ritz in Paris, ein begehrtes Sammlerobjekt).

Schlussendlich hatte ich auch noch eine Wüstensandrose aus Tunesien mit. Die wasserlöslichen Gipsrosen entstehen in heißen und trockenen Wüstengebieten – durch schnell verdunstende Oberflächenfeuchtigkeit wird Grundwasser nach oben gefördert. Die im Wasser gelösten Salze kristallisieren aus und bilden zusammen mit dem Sand die charakteristischen Strukturen der Sandrose. 

Bill Ramsey hat schon in seinem Hit aus den End 50ern besungen, dass bei Souvenirs den Menschen nichts zu „blöd“ ist, hier zu sehen.

Studio 2 – Experte Christof Stein spricht über: NORMALZEIT

Montag, 20.05.2021, ab 17:30, 

Studio2//ORF

Thema diesmal: NORMALZEIT nach den Corona Lockdowns

Heute war ich außertourlich im Studio2 zu Gast.

WISH YOU NORMALZEIT – TIME FOR A SMILE – DEDICATED TO 2020!

Kurzer geschichtlicher Abriss zur Normalzeit: Österreich war Ende des 19. Jahrhunderts für seine Unpünktlichkeit bekannt – erst als es mehr Zugaufkommen gab und es Chaos bei den Fahrplänen gab – war klar, endlich muss auch Österreich der (Mitteleuropäischen) Normalzeit beitreten (was nach einer Volksbefragung unter Kaiser Franz Josef auch passiert ist und am 1. Mai 1910 passiert ist, mehr dazu hier).

Als ich mir die Marken- und Bildrechte für das Wort „NORMALZEIT“ (inter)national schützen habe lassen,und somit zum Hüter der Normalzeit wurde, dachte noch keiner an so eine Sehnsucht nach dieser ach so normalen Zeit. Durch die Pandemie und die damit einhergehenden Lockdowns hat dieses Wort maßgeblich an Bedeutung gewonnen.

Die neue Produktlinie „DEDICATED TO 2020“ ist ein Denkmal an diese herausfordernde Zeit 2020 (und auch 2021), die Erinnerungsuhren TIME TO DATE und BLACKOUT stehen als Lichtblick, als Optimismus für die Zukunft. Mehr denn je ist uns bewusst, wie wichtig die menschliche Verbindung ist. Intimität, Nähe, Liebe, Freundschaft – all dies war uns teilweise begrenzt, teilweise gar nicht möglich seit März 2020 zu leben. Nun ist es aber soweit und die NORMALZEIT ist wieder ein Treffpunkt, wie in meiner Jugend – in real life unter den Wiener Würfeluhren und symbolisch durch unsere neuen NORMALZEIT Uhren.

Heute endlich wieder TIME TO DATE – seit gestern ist (fast) alles wieder offen in Wien und wir wünschen Wien, Österreich, Europa… und der ganzen Welt NORMALZEIT und natürlich Gesundheit!

STAGED Kunst von Lukas Hüller hatte ich auch mit. Für die Fotoinszenierung STAGED BAND haben sich Szenegrößen wie Der Nino aus Wien, Russkaja, Willi Resetarits, Harri Stojka, Marianne Mendt und Conchita so wie viele weitere österreichische Musiker:innen im Café Anzengruber eingefunden, um ein „Zeichen für Integration und gegen Hass” zu setzen.

Mahlzeit mit Normalzeit! (Zitat Birgit Fenderl) – alles offen, der Sommer steht vor der Türe (auch wenn das schöne Frühlingswetter noch ein wenig zögerlich ist).